In Schweden heizt man teilweise immer noch mit Strom. Der Verbrauch ist dann auch mit 277 kWh pro Person vergleichsweise hoch. Otto Normal aus Deutschland liegt mit 110 kWh im Mittelfeld während der Portugiese mit 41 kWh sein Geld zumindest nicht für Strom verschwendet. Dagegen fließt durch Norwegens Steckdosen mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 410 kWh pro Person am weitaus meisten „Glitz“ – wie man die Elektrizität ursprünglich mal in Deutschland nennen wollte bevor man sich für den „Strom“ entschied.
Zum Heizen entscheiden wir uns für Holz als Energieträger. Aus dem einfachen Grund, weil es auf unserem Grundstück in großen Mengen verfügbar ist. Die Wärme eines Kaminfeuers ist unvergleichlich und an Behaglichkeit auch nicht zu überbieten. Einzig der Weg zum Ziel ist nicht ganz leicht. Ein Baum muß gefällt, entastet und in etwa 30 cm kurze Rollen gesägt werden. Diese werden zu kleinen Scheiten gespalten und schließlich muß alles noch ins trockene aber luftige Lager geschafft und dort aufgestapelt werden. Eine Restfeuchte von 20 % bringt den optimalen Heizwert, dafür muß das Holz aber ein – besser zwei – Jahre gelagert werden. Schließlich schleppt man im Winter dann täglich einen großen Sack Holz ins Haus. Außer der energiepolitischen Unabhängigkeit und dem schönen Knisterfeuer gibt es ein drittes Argument für die Schufterei: Es handelt vom Sinn, von Bequemlichkeit und vom Tod.