Die Hähne, die heute morgen auf diesem Klotz ihr Ende fanden, lebten ein Jahr lang in Freiheit, kehrten abends freiwillig in den Stall zurück, waren gesund und hatten schließlich einen kurzen Tod. Anders die Mehrzahl der Tiere die hinterher auf appetitlichen Fotos abgebildet werden: Auschnitt einer Dokumentation.
Natürlich ist es angenehm wie uns in der Stadt jede Unannehmlichkeit die zu unserem Leben gehört, vom Leib geschafft wird. Ob das die Fleischproduktion ist oder die „Entsorgung“ unserer Hinterlassenschaften auf Deponien oder die Erzeugung der Unmengen an Energie die wir inzwischen zum Leben brauchen. Angenehm ja. Aber man lebt auch in einer illusionären Welt, verliert das Verständnis für die Umstände und die Folgen des eigenen Handelns.
Mir ist auch nicht Wohl beim Schlachten und noch kann ich es nicht selber sondern lasse es machen. Die Überlegung, Vegetarier zu werden stand auch mal im Raum. Aber schließlich akzeptieren wir die Realität. Und unsere hier ist allemal würdiger als das, was inzwischen üblich ist und mit jedem Griff ins Regal von den Menschen genehmigt wird.