... und alles abgeerntet war, da haben wir den ganzen Acker mit der Sense (okay, mit der Motorsense) bearbeitet, weil es sich danach besser mit der Motorhacke durchwühlen ließ. Der angebaute Minipflug (großes Bild) wälzte die Erde (halbwegs) um. Tiefes Pflügen ist ohnehin nicht so gut, da das empfindliche Bodenleben durcheinander gebracht wird. Nachdem der ganze Boden dann noch mit der Hacke geglättet, gelockert und geföhnt wurde begann die Arbeit an dem Hügelbeet: Erstmal mußte spatentief die Erde beiseite geschaufelt werden (erstes kleines Bild). Dann kam der sündhaft teure Häcksler zum Einsatz: allerlei Geäst wurde zu feinen Holzhäckseln geschreddert. Auf diese Schicht folgte eine Lage Laub. Dann wurden zwei Komposthaufen darauf verteilt und es kam die am Anfang zur Seite geschaufelte Erde wieder obendrauf. Schließlich wurde das ganze gut mit Heu bedeckt.
Warum?
Hier ist es kälter als in Deutschland. Vor allem bei uns auf dem Grundstück. Wir mußten das zur Kenntnis nehmen, als einige unserer Pflanzen nicht zur Reife kamen, weil einfach Sonnenlicht und vor allem Wärme fehlten. Das Hügelbeet ist eine Art Fußbodenheizung für die Pflanzen: durch den Verrottunsprozess der eingebrachten Materialien entsteht Wärme und schließlich finden die Wurzeln in der Komposterde auch ideale Nährstoffe.
Laut andere Quellen soll man nach einigen Jahren den Hügel öffnen und frisches Material einbringen. Zwei bis drei Jahre jedoch soll es funktionieren. Wir sind gespannt.
Die Bilder entstanden Mitte November.